Einführung in das Handlungsfeld 2 "Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr"

Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr sind zentrale und sehr umfassende Themenfelder, die für die Entwicklung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und digitalen Stadt über großes Transformationspotenzial verfügen. Mit dem Smart City Projekt können wir in Jena einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dieses Potenzial mit Hilfe von digitalen, innovativen Technologien und Anwendungen bedarfsgerecht für die Stadtgesellschaft in Wert zu setzen. Mit dem Projekt verbindet sich die Möglichkeit, neue Wege zu gehen und damit auch – gemäß dem Konzept des Smart City Modellprojektes – Erfahrungswerte und Modelle zu schaffen, die auf andere Städte und Regionen übertragen werden können.

Wir wollen Jena zu einer Smart City entwickeln, um den aktuell bestehenden Herausforderungen in der Stadt mit smarten Lösungen besser begegnen zu können. Die Herausforderungen sind dabei sehr vielfältig und spiegeln in weiten Teilen die Entwicklungstrends wider, denen urbane Regionen deutschlandweit unterliegen. Dazu gehören beispielsweise der bestehende Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die Folgen des Klimawandels, zunehmende Umweltbelastung, zunehmendes Verkehrsaufkommen sowie die zunehmende Verdichtung des Stadtraumes. Ein spezifisch lokaler Fokus für Jena ergibt sich hierbei aus der besonderen topographische Lage: eingebettet in das Saaletal ist die Stadt in ihrer räumlichen Ausdehnung begrenzt, was vor allem im Zentrum eine verhältnismäßig hohe Dichte und stärkere Flächennutzungskonflikte zur Folge hat. Für die Entwicklung von Wohn- und Mobilitätskonzepten gilt es deshalb sorgsam und vorausschauend zu planen und neue Ansätze zu entwickeln.

Stadtentwicklung

Die Stadtentwicklung steht vor immer neuen Herausforderungen im Zusammen-hang mit der Mobilitätswende, dem Klimaschutz und einer nachhaltigen Entwicklung. Dabei stehen der Mensch und die Erhöhung der Lebensqualität der Bürger:innen von Jena im Vordergrund. Mit neuen digitalen Anwendungen können bestehende Angebote miteinander verbunden werden, die Teilhabe an der Stadtentwicklung von den Bürger:innen mitgestaltet und völlig neue Lösungen entwickelt werden. Eine gezielte Anpassung an die individuellen Bedürfnisse der Bürger:innen mittels „On-Demand-Lösungen“, kann ein essenzieller Bestandteil für eine lebenswerte Smart City mit einer hohen Akzeptanz der Stadtgesellschaft sein.

Umwelt

Die aktive und intensive Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und seinen Folgen sowie mit den Folgen der Urbanisierung (Versiegelung & Verdichtung, Umwelt-/Luftverschmutzung, Überhitzung, Überbeanspruchung von knappen Ressourcen etc.) hat – nicht nur in Jena – aktuell absolute Dringlichkeit. Digitale Technologien ermöglichen eine schnelle und umfassende Erhebung verschiedenster umweltrelevanter Daten (Feinstaub-, Feuchte-, Temperaturmessung, Erfassung von Verkehrsdaten etc.) und können die Effizienz und Effektivität von Maßnahmen zum Schutz der (Stadt-)Umwelt und der Ressourcen, die sich aus der entsprechenden Datenlage ableiten, auf ein neues Qualitätsniveau heben. Die Stadt Jena nutzt den Rahmen des Smart City Modellprojektes um die Entwicklung eines Smart Environments voranzubringen und damit Belastungen für Bewohner:innen und Umwelt einzudämmen.

Verkehr

Jena hat durch die Autobahn A4 eine gute Verkehrsanbindung zu überregionalen Verkehrsnetzen sowie einen starken ÖPNV für die städtische Mobilität. Durch seine Tallage und die hohe Anzahl an Studierenden ist es ein hervorragender Standort, um neue Mobilitätskonzepte und Mobilitätsangebote zu verwirklichen bzw. modellhaft umzusetzen. Die Mobilitätswende und neue Mobilitätsformen haben einen Umbau der Infrastruktur wie auch eine Nutzungsänderung der Mobilität zur Folge. Daher sollen im Rahmen des Smart City Projektes durch Smarte Services neue Mehrwerte für die Bürger:innen generiert werden. Hierbei kann mit Hilfe eines intelligenten Monitorings der Verkehrsdaten eine Überprüfung und somit Sicherstellung der Ziele gewährleistet werden.

Wir wollen Jena in den Bereichen Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr nachhaltig und gerecht entwickeln, um die Stadt zukunftsfähig zu machen und die Wohn- und Lebensqualität der Bürger:innen zu steigern. Hierfür wurden strategische Ziele definiert und Maßnahmen erarbeitet, welche in den folgenden Kapiteln vorgestellt werden. Diese Ziele und Maßnahmen wirken auch über den Umsetzungszeitraum des Modellprojektes Smart City hinaus, weshalb in den Maßnahmensteckbriefen auch immer ein Ausblick nach dem Projektende beschrieben ist. Smart City Jena ist ein Modellprojekt, was bedeutet, dass hier das Erproben, Analysieren und Lernen von Anwendungen Technologien und Lösungen im Vordergrund steht und in vielen Bereichen unbekannte Wege beschritten werden. Ziel ist es, den Erkenntnisgewinn aus den umgesetzten Vorhaben zu teilen und so eine Übertragung auf andere Stadtteile und Städte zu ermöglichen.

Die Strategieerstellung erfolgte unter Beteiligung zahlreicher relevanter Akteur:innen. Im Ergebnis wurden drei übergeordnete Ziele herausgearbeitet und definiert, die für ihre Erreichung jeweils mit mehreren Maßnahmen untersetzt sind.

 

 

Entsprechend der Ziele wurden in diesem Handlungsfeld 13 Maßnahmen identifiziert.

[HF2-M01] Telemedizin im Smarten Quartier

Das Smarte Quartier Jena-Lobeda soll Erprobungsraum für die Etablierung einer telemedizinischen Anwendung werden. Hierfür wird eigens ein spezieller Telemedizinraum im Quartier errichtet und mit innovativer und smarter Medizintechnik ausgestattet. So haben die Bewohner:innen des Smarten Quartiers und des nahen Umfeldes  Zugriff auf eine gesundheitliche Grundversorgung, da auf digitalem Weg ärztliche Konsultationen in Anspruch genommen werden können. Hierdurch sollen gleichzeitig Hemmnisse und Vorbehalte abgebaut und Vertrauen in telemedizinische Technologien aufgebaut werden, sodass dies zu einer wachsenden Akzeptanz führt. Perspektivisch soll dieses Modell nach einer erfolgreichen Erprobung auch in ländlichen Gebieten Anwendung finden, um so auch dort eine flächendeckende medizinische Grundversorgung zu gewährleisten.

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[HF2-M02] Bürgerportal für Pflegeplatzangebote

Die Suche nach Pflege- und Unterstützungsleistungen oder einem geeigneten Pflegeplatz ist aufgrund unübersichtlicher Informationslagen oftmals aufwändig und schwierig. Mit der Entwicklung eines digitalen Bürgerportals für Pflegeplätze soll die diesbezügliche Suche und Informationsbeschaffung deutlich erleichtert werden. Das Portal dient der Vermittlung von Pflege- und Unterstützungsleistungen und enthält zudem aktuelle Informationen zu den jeweiligen einrichtungsbezogenen Kapazitäten. Dabei soll sich das Portal als integrierter Service des Sozialmanagements der Wohnungsgesellschaften sowie der ansässigen Sozialpartner, insbesondere des Familienkompasses Thüringen etablieren. Die Smart City Jena schafft hier für Bürger:innen eine Service-Lösung, um mit den den Folgen des demographischen Wandels umgehen zu können. Dabei dient das Smarte Quartier in der ersten Umsetzungsphase der Maßnahme als Startpunkt für diesen Service.  Hier werden verschiedene Maßnahmen im Gesundheitsbereich, wie z.B. die Serviced  Apartments, der Telemedizinraum oder auch das Beratungsangebot für pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige, entwickelt und erprobt. 

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[HF2-M03] Vergleichs- und Informationsportal regionaler Gesundheits- und Pflege-angebote

In Jena gibt es ein großes Angebot an Pflege- und Gesundheitsleistungen, welches aktuell für die Bürger:innen über zu viele verschiedene Informationskanäle mit unterschiedlichster Informationstiefe einsehbar ist. Die Umsetzung der Maßnahme ist vor diesem Hintergrund mit dem Ziel verbunden, ein Portal zu entwickeln, in welchem die regionalen Pflege- und Gesundheitsangebote vernetzt, nutzerfreundlich aufbereitet und angeboten werden. Die bereits bestehenden städtischen Softwarelösungen sollen dabei in dieses Portal integriert werden. 

Diese Angebote umfassen z.B. spezielle Beratungen und Schulungen von Angehörigen pflege-bedürftiger Menschen oder Informationen und Beratungen für Angehörige eines Familienmitglieds, welches kürzlich pflegebedürftig wurde und nun schnellstmöglich professionelle Pflegeleistungen organisiert werden müssen. Ziel ist es, den Bürger:innen der Stadt Jena einen übersichtlichen, nutzerfreundlichen und barrierearmen Zugang zu den vorhandenen Angeboten zu ermöglichen.  Dabei soll das Smarte Quartier zunächst die Funktion eines Gesundheitsstützpunktes übernehmen und als Anlaufstelle für Beratungen zu Gesundheits- und Pflegeangeboten dienen. Die Angebote im Smarten Quartier reichen dabei auch über die Beratung hinaus und können bspw. mit den Serviced Apartments oder dem Telemedizinraum verknüpft werden. Die verschiedenen Angebote sollen in der Umsetzungsphase effizient miteinander verbunden werden.

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[HF2-M04] Serviced Apartments im Smarten Quartier

Das Smarte Quartier Jena-Lobeda entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Universitätsklinikum Jena (UKJ). Durch diese Nachbarschaft soll zukünftig eine Schnittstelle zwischen dem UKJ und dem Smarten Quartier entstehen - an der Schwelle der Entlassung der Patient:innen aus der Klinik mit einer direkten Anschlussunterbringung im Smarten Quartier. Dafür werden mehrere Serviced Apartments errichtet und mit einer hochfunktionalen und innovativen Ausstattung versehen, so dass diese die Bedingungen für medizinische Überwachungen sowie eine Anschlusspflege erfüllen. Diese Maßnahme hat das Ziel, die Patient:innen durch eine maximal effiziente Übergangspflege möglichst schnell in das gewohnte häusliche Umfeld zu entlassen und ihnen so eine schnelle Genesung zu ermöglichen.

Hierfür wurde ein Konzept erarbeitet, welches den Patient:innen auch unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt oder einem schwereren Krankheitsverlauf eine angemessene Versorgung ermöglicht. Hauptzielgruppe sind dabei teilstationäre Patient:innen des UKJs aber auch Angehörige von vollstationären Patient:innen, welche eine nahe Unterbringungsmöglichkeit benötigen. Daneben dienen die Serviced Apartments auch der Überleitungspflege von Patient:innen, welche auf eine Anschlussheilbehandlung warten und diese Zeit nicht ausreichend betreut überbrücken können. Hier können sie auf telephysiotherapeutische, pflegerische und telemedizinische Angebote zugreifen. Diese Services sind notwendig, da es einen beträchtlichen Anteil älterer Menschen gibt, welche in ihren Wohnungen kein optimales Umfeld finden, wie z.B. einen Rollstuhlzugang nach einem Oberschenkelhalsbruch. 

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[HF2-M05] Plattform für präventive Gesundheitsangebote

Aktueller denn je zeigt sich, von welch enormer Bedeutung die Gesundheit für die gesamte Gesellschaft ist. Hier will die Maßnahme anknüpfen und die Bürger:innen zu eigenständigen Präventionsmaßnahmen motivieren und vor allem auch unterstützen. Durch die Schaffung von zukunftsweisenden Smart Services sowie einer Community-Plattform wird den Jenaer Bürger:innen ein einfacher und intuitiver Zugriff auf präventive Gesundheits-, Ernährungs- und Bewegungsangebote zur Verfügung gestellt. Dabei dient die Maßnahme „Gesundheitsangebote zur Prävention“ dazu, bereits vorhandene Angebote, wie z.B. der Krankenkassen zu bündeln, besser darzustellen sowie um neue Angebote zu erweitern. Die Angebote können z.B. das Bereitstellen von Sportmaterial (z.B. Nordic Walking Stöcke), Ernährungsberatung wie auch Bewegungsberatung beinhalten. Ein essenzieller Teil der Maßnahme ist die Entwicklung einer Informations- & Communityplattform zur Schaffung eines nutzerfreundlichen Smarten Service für die Bürgerschaft. Diese Plattform soll die Vielfalt der Angebote sichtbar machen und die Bürger:innen mit verschiedenen neuartigen Ansätzen, wie z.B. dem Gamification-Ansatz, eine spielerische Motivation geben, die Angebote zu nutzen und somit möglichst viele Menschen zu erreichen.

Weitere Möglichkeiten, um eine hohe Nutzeranzahl zu generieren, sind die Einbindung der Angebote in z.B. die Stadtwerke-App MeinJena, kommunale Webangebote, die WISSENsAllmende und die Schul-Cloud. In der ersten Phase werden die Angebote im Smarten Quartier bzw. in Lobeda getestet. Dabei nimmt das Smarte Quartier die Stellung als smarter Gesundheitsstützpunkt ein, da es z.B. durch die Begegnungsstätte für pflegebedürftige und ältere Menschen bereits Räumlichkeiten gibt, in denen verschiedenste Kurse abgehalten oder auch z.B. Nordic Walking Stöcke abgestellt werden können.

Diese Maßnahme soll nach der Erprobungsphase in weiteren Schritten stadtweit ausgerollt zu werden.

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[HF2-M06] Virtuelle und reale Begegnungsstätte für pflegebedürftige und ältere Menschen

Der demografische Wandel hat zur Folge, dass immer mehr Menschen im Alter vereinsamen oder nicht mehr die Möglichkeit haben, für sich selbst zu sorgen. Mit dieser Maßnahme soll eine Begegnungsstätte geschaffen werden, welche es älteren Menschen und allen Interessierten erlaubt, sich zum geselligen Beisammensein zu treffen. Dies können z.B. ein Treffen zum Kaffee, Spielenachmittage, Themenabende oder auch Vorträge sein. Gleichzeitig sollen die Betroffenen Beratungs- und Informationsmöglichkeiten zu allen Themen des würdevollen und gesunden Alterns in der eigenen vertrauten Umgebung erhalten. Diese Angebote sollen durch eine virtuelle Begegnungsstätte über ein Online-Tool ergänzt werden. So soll den Teilnehmern ein Altern in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. Zielgruppe des Angebotes sind Senior:innen in der Nacherwerbsphase, welche allein im eigenen Haushalt leben.

Durch eine hohe Nutzerakzeptanz und Reichweite sowie eine Erweiterung und Unterstützung der vorhandenen städtischen Angebote im Bereich Gesundheit, Alter und Leben soll die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erhöht werden.

Dieses Projekt ergänzt sich mit dem Projekt Gesundheitsangebot zur Prävention. Dabei wird das Projekt auch als Erweiterung des bestehenden Projektes Agathe betrachtet, weshalb eine weiter-führende Kooperation angestrebt wird.

Dieses Angebot wird in der ersten Phase im Smarten Quartier Jena-Lobeda getestet, um anschließend auf das ganze Stadtgebiet ausgeweitet zu werden.

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[HF2-M07] Wohnumfeldqualität im Smarten Quartier

Das Smarte Quartier Jena-Lobeda soll seinen Bewohner:innen sowie den Bürger:innen in unmittelbarer Nachbarschaft ein attraktives und lebenswertes Umfeld bieten. Die umgebende Freifläche der Ziegesarstraße Nr. 1-19 wird derzeit hauptsächlich als Parkplatz genutzt und bietet darüber hinaus kaum Aufenthaltsqualität. Ziel der Maßnahme ist es, für die Freifläche eine ganzheitliche Planung zu erstellen, die das Smarte Quartier im Außenbereich ergänzt und weiterentwickelt. In die Planung sollen sowohl die städtischen Flächen als auch die Flächen von jenawohnen und der WG Carl Zeiss einbezogen werden. Nach aktuellem Stand ist dabei die Integration folgender Elemente und Funktionen vorgesehen: PKW-Stellplätze, teilweise mit E-Ladestationen; Flächen für Urban Gardening (ggf. App-organisiert) oder/und eine Gemeinschaftsfläche; Begrünung für die Verbesserung des Mikroklimas; ein Mobilitätshub (für Evita-Roller, E-Lastenräder, Car-Sharing u.a.) sowie eine Fläche für Spiel und Bewegung. In die konkrete Ausgestaltung sollen die Ideen und Bedarfe der Bewohner:innen einfließen. Für die sich an die Planung anschließende bauliche Umsetzung sollen weitere Fördermittel akquiriert werden.

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[HF2-M08] Sensorgestützte Stadtgrünpflege

Für das Klima, die Ökologie und die Aufenthaltsqualität in der Stadt spielt das Stadtgrün eine große Rolle. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der zunehmenden Verdichtung des städtischen Raumes ist es jedoch eine besondere Herausforderung, die Stadt so grün und gleichzeitig so ressourcenschonend wie möglich zu entwickeln. Dies soll durch den Einsatz neuer digital-vernetzter Technologien erreicht werden. Hierfür sollen an ausgewählten Bäumen und Grünflächen Sensoren zur Feuchtemessung angebracht werden. Die erfassten Daten werden durch das Datenmanagementsystem der WISSENsAllmende (HF1) verarbeitet und geben Auskunft über den tatsächlichen Wasserversorgungsstand des Stadtgrüns. Diese Informationen sollen genutzt werden, um die Gießrouten an die tatsächlichen Bedarfe der Bäume und Grünflächen anzupassen und so den Ressourcenverbrauch senken zu können. Zudem kann die Entwicklung von Neupflanzungen optimaler überwacht und gesteuert werden. Die Informationen aus den Sensoren sollen zusätzlich in das bestehende Baumkataster der Stadt integriert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Angestrebt wird hier die Implementierung von – teilweise bereits bestehenden – Beteiligungsformaten für die Bürger:innen (Baumpatenschaften, Gießtage etc.). Die Umsetzung der Maßnahme erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Handlungsfeld 1 und dem Kommunalservice Jena (KSJ).

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[HF2-M09] Bedarfsoptimierter Zugang zu Mobilitätsangeboten

In Jena gibt es jetzt bereits eine Vielzahl von Mobilitätsangeboten. Ziel dieser Maßnahme ist es, die bestehenden Angebote für die Nutzenden sichtbarer zu machen und die Buchung der Angebote so intuitiv wie möglich zu gestalten. Hierfür soll ein smarter Service entwickelt werden, welcher die vorhandenen Mobilitätsangebote in der unmittelbaren Umgebung der Nutzenden übersichtlich anzeigt. In einer weiteren Ausbaustufe der Maßnahme soll in die Anwendung zusätzlich ein Buchungs- und Abrechnungssystem für verschiedene Angebote integriert werden. In der ersten Umsetzungsphase geht es jedoch zunächst um die Pilotentwicklung und Evaluierung des Bedarfs am Beispiel ausgewählter Mobilitätsformen. Dies soll den Bürger:innen den Zugang zur Mobilität erleichtern und die Nutzung bedarfsgerecht und individuell gestalten. Die Optimierung ist für die folgenden Angebote vorgesehen: öffentlicher (Nah-)Verkehr, Sharing Angebote (PKW, E-Roller, E-Lastenräder), motorisierte Individualverkehr-Unterstützung (Parken, Verkehrsflusssteuerung, Park&Ride).

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[HF2-M10] Mobilitätsoptimierung auf Grundlage von Verkehrsdaten

Um eine bedarfsgerechte und nutzerfreundliche Mobilität in Jena zu gewährleisten, ist es entscheidend, die Verkehrsdaten so aufzubereiten, dass diese den nutzenden Personen einen deutlichen Mehrwert bieten können und somit die Mobilität in der Stadt insgesamt optimieren. Erreicht werden kann dieses Ziel durch die Nutzbarmachung, Auswertung und Darstellung bereits vorhandener Verkehrsdaten. Dies kann z.B. auch eine partielle Einflussnahme auf die Steuerung des Verkehrs beinhalten.

Bei diesem Vorhaben ist es von Vorteil, möglichst viele Quellsysteme anzuschließen, um somit eine große Menge an urbanen Daten analysieren zu können. Diese Aufgabe soll mithilfe der WISSENs-Allmende-Plattform geschehen, welche gleichzeitig als zentrale Plattform (Datenmanagementsystem) für das gesamte Smart City Projekt dient. Dazu werden die Ergebnisse und Daten aus dem städtischen 5G-Projekt, dem KSJ-Projekt umweltorientiertes Verkehrsmanagement (UVM) sowie des Managementsystems einbezogen.

Diese Daten sollen im weiteren Verlauf der Umsetzungsphase den Bürger:innen der Stadt Jena über Dienstleistungen bzw. Smart Services zahlreiche Mehrwerte bieten können. Diese Mehrwerte können sowohl die Verbesserung der Jenaer Verkehrsabläufe als auch die Optimierung der Sharing- und ÖPNV-Angebote sein, so dass für jede vom Nutzenden gestellte Bedingung passende Angebote vorgeschlagen werden können. Hierbei spielt die Entwicklung von Konzepten zur kontextsensitiven Verknüpfung von verkehrsdatenrelevanten Informationen, wie z.B. die Veranstaltungsdaten, Wetter, und Mobilitätseinschränkungen eine ganz entscheidende Rolle, um so zukünftig den Verkehr und die Mobilität in Jena effizienter und nachhaltiger steuern zu können.

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[HF2-M11] Partizipative Stadtentwicklung und -planung

Das Ziel dieser Maßnahme ist es, in der Stadtverwaltung ein Visualisierungs-Tool für den Stadtraum bzw. Ausschnitte davon zu implementieren, mit dem die internen städtischen Planungs- und Entwick-lungsprozesse im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Effizienz optimiert werden können, gleichzeitig aber auch die Beteiligung der Bürger:innen an diesen Prozessen in neuer, digitalisierter Form möglich wird. Grundlage hierfür soll eine 3D-Visualisierung der räumlichen Gegebenheiten sein, die mehrere relevante Einflussfaktoren sichtbar und analysierbar zur Verfügung stellt (z.B. Schattenwurf, Sichtfelder, Lärmbelastung, Hochwasserrisiko, Verkehrsveränderungen). Die hohe Dichte der Stadt, die begrenzte Verfügbarkeit von Flächen, die verschiedenen Ansprüche an Nutzung, Umwelt- und Ressourcenschutz und nicht zuletzt die Bedarfe der Bürgerschaft machen eine vorausschauende und sorgsame Planung und Entwicklung des Stadtraumes zwingend notwendig. Mit einem Visualisierungs-Tool als Ankerpunkt dieser Prozesse können komplexe Zusammenhänge und Gegebenheiten zusammengeführt, besser dargestellt und gefasst werden. Für die beteiligten Akteur:innen aus Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung soll es deshalb als eine hilfreiche und zukunftsweisende Informations-, Arbeits- und Entscheidungsgrundlage etabliert werden.

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[HF2-M12] Ideenspeicher: Digitale Kulturdenkmäler

Ziel der Maßnahme ist es, Bürger:innen und Besucher:innen der Stadt Jena Wissen und Informationen zur Stadthistorie vor Ort ansprechend, individuell und flexibel zur Verfügung zu stellen und somit ein attraktives Angebot im Stadtraum zu schaffen. Dazu sollen die bestehenden Informationen zu den Kulturdenkmälern der Stadt (historische Gebäude, und Sehenswürdigkeiten) digitalisiert und ansprechend aufbereitet werden. Vor Ort können diese dann mittels QR-Codes über ein mobiles Nutzerendgerät einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu sollen die Informationen auf den Tafeln an den Objekten sowie die des dazugehörigen Begleitbuches digitalisiert werden. Zusätzlich sollen auch Informationen aus dem Jenaer Stadtlexikon integriert werden.

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[HF2-M13] Ideenspeicher: Digitales Stadterlebnis

Für die Jenaer Innenstadt soll im Rahmen dieser Maßnahme eine GPS-geführte, Augmented Reality Tour entwickelt werden. Ziel ist es, für die Bürger:innen und Besucher:innen der Stadt ein attraktives Angebot in der Innenstadt zu etablieren, das eine Magnetwirkung entfaltet und den Stadtraum belebt. In der für mobile Endgeräte als App zur Verfügung stehenden Tour sollen an bestimmten Jenaer Orten historische Stadtpersönlichkeiten – lebensgroß und in 3D dargestellt – Geschichten und Geschichte der Stadt vermitteln sowie historische Ansichten von Plätzen und Gebäuden angezeigt werden. Die Tour soll zunächst 15 verschiedene Stationen umfassen und andere ähnliche Angebote in der Stadt sinnvoll ergänzen (Saurierpfad am Jenzig, Erlebnispfade).

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