Jena bringt Praxisperspektive nach Berlin: 8. MPSC-Kongress im Zeichen der Verstetigung

Am 28. und 29. April 2026 trifft sich die Smart City Community in Berlin zum 8. Kongress der Modellprojekte Smart Cities (MPSC). Unter dem Motto „Gekommen, um zu bleiben: Vom Machen ins Wirken“ steht die zentrale Frage im Fokus, wie aus innovativen Pilotprojekten dauerhafte Strukturen und messbare Wirkungen entstehen können.

Der Kongress bringt Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis zusammen und versteht sich als Plattform für Austausch, Transfer und Vernetzung – über das Förderprogramm hinaus. Im Mittelpunkt stehen konkrete Lösungen, ihre Übertragbarkeit sowie Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige digitale Stadtentwicklung.

Datenplattformen im Rampenlicht: Jena auf der Pitch-Bühne

Ein zentrales Highlight ist die Beteiligung Jenas an den „MPSC Gold Nuggets“. In diesem kompakten Pitch-Format werden vielversprechende digitale Lösungen vorgestellt, die sich durch Innovationskraft und Übertragbarkeit auszeichnen.

Gemeinsam mit den Städten Haßfurt und Bamberg steht Jena hier auf der Bühne und präsentiert Ansätze rund um die kommunale Datenplattform. Vertreten durch Martin Berger gibt die Stadt Einblicke in ihre Arbeit mit Daten als strategischer Ressource – und zeigt, wie digitale Infrastrukturen konkret zur besseren Steuerung urbaner Prozesse beitragen können.

Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der technischen Umsetzung, sondern vor allem auf der Frage, wie solche Lösungen in anderen Kommunen adaptiert werden können.

ProbierLaden als Impulsgeber: Jena in Werkstattformaten

Auch im interaktiven Teil des Kongresses ist Jena vertreten: In „Werkstatt 1“ zum Thema Stadtlabore, Makerspaces und Digitalwerkstätten bringt Stefanie Teichmann die Perspektive aus Jena ein.

Im Mittelpunkt steht der ProbierLaden als lokaler Ankerort des digitalen Wandels. Anhand konkreter Erfahrungen wird gezeigt, wie solche Orte dazu beitragen können, Digitalisierung greifbar zu machen, Kompetenzen aufzubauen und Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubinden.

Der Austausch mit anderen Kommunen verdeutlicht, dass physische Räume eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, Smart-City-Strategien vor Ort erlebbar zu machen und dauerhaft zu verankern.

Transfer im Fokus: JEDI als übertragbare Lösung

Am zweiten Kongresstag steht der Transfer besonders im Vordergrund. Beim Transferevent für (leicht) übertragbare Lösungen ist Jena erneut präsent: Domenique Dölz stellt den JEDI – Jena Digital Innovation Hub vor und steht für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Der JEDI-Ansatz zeigt exemplarisch, wie Innovationsstrukturen aufgebaut werden können, die über einzelne Projekte hinaus wirken. Ziel ist es, Wissen, Technologien und Akteursnetzwerke so zu bündeln, dass nachhaltige Mehrwerte für Verwaltung, Wirtschaft und Stadtgesellschaft entstehen.

Im Dialog mit anderen Kommunen wird deutlich, welches Potenzial in der Übertragbarkeit solcher Modelle liegt – und welche Voraussetzungen es braucht, um sie erfolgreich zu implementieren.

Jena als Impulsgeber für die nächste Phase der Smart City

Mit seinen Beiträgen spannt Jena auf dem 8. MPSC-Kongress einen Bogen von technologischer Infrastruktur über Beteiligungsformate bis hin zu Innovationsökosystemen.

Die Beispiele zeigen: Der Weg von der Projektphase hin zur nachhaltigen Wirkung gelingt dort, wo Lösungen anschlussfähig gedacht, offen geteilt und strategisch weiterentwickelt werden.

Damit positioniert sich Jena einmal mehr als aktiver Teil der bundesweiten Smart-City-Community – und als Impulsgeber für die Verstetigung digitaler Stadtentwicklung.