Pilotphase der Passantenfrequenzmessung erfolgreich abgeschlossen

Wie wird Jenas Innenstadt genutzt? Welche Bereiche sind besonders stark frequentiert? Und wie wirken sich Veranstaltungen, Baustellen oder andere Veränderungen auf die Besucherströme aus? Antworten auf diese Fragen soll künftig die digitale Passantenfrequenzmessung liefern.

Nach mehreren Monaten Praxistest ist nun die Pilotphase des Smart City Teilprojekts abgeschlossen. Bis Ende Juni wurden in der Johannisstraße, am Kirchplatz und auf dem Markt verschiedene Technologien zur anonymisierten Erfassung von Passantenfrequenzen unter realen Bedingungen getestet. Jetzt beginnt die Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse.

Im Mittelpunkt standen drei unterschiedliche Verfahren: eine WLAN-basierte Passantenerfassung sowie LiDAR- und Radar-Objektzähler. Ziel war es, die Systeme hinsichtlich Datenqualität, technischer Zuverlässigkeit, praktischer Anwendbarkeit und Wirtschaftlichkeit miteinander zu vergleichen.

Das wichtigste Ergebnis der Pilotphase: Es gibt nicht die eine perfekte Technologie. Jede der getesteten Lösungen besitzt spezifische Stärken – je nachdem, ob beispielsweise Passanten gezählt, Wegebeziehungen analysiert oder Aufenthaltsdauern betrachtet werden sollen. Für einen möglichen dauerhaften Einsatz wird daher geprüft, welche Kombination der Technologien die Anforderungen der Stadt Jena am besten erfüllt.

Die erhobenen Daten sind ausschließlich anonymisiert und aggregiert. Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. Bereits vor Beginn der Pilotphase informierte das Projektteam im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung über Ziele, Technik und Datenschutz und suchte den Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Die Passantenfrequenzmessung ist Teil des Smart City Projekts Jena im Handlungsfeld „Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr“. Perspektivisch sollen die gewonnenen Daten dazu beitragen, Entwicklungen in der Innenstadt besser zu verstehen und Entscheidungen beispielsweise zur Aufenthaltsqualität, zu Wegebeziehungen oder zur Planung von Veranstaltungen auf eine fundierte Datengrundlage zu stützen.

Die Pilotphase wurde gemeinsam mit zahlreichen Partnern umgesetzt. Beteiligt waren neben dem Smart City Projekt Jena unter anderem der Fachdienst Stadtentwicklung, die Wirtschaftsförderung Jena, der Kommunalservice Jena, JenaKultur, die Initiative Innenstadt Jena e. V. sowie das Fraunhofer IOSB INA.

In den kommenden Wochen werden die Ergebnisse der Pilotphase umfassend ausgewertet. Auf dieser Grundlage wird entschieden, wie die Passantenfrequenzmessung künftig in Jena weitergeführt werden kann. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer datenbasierten und zukunftsorientierten Stadtentwicklung erreicht.

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Mehrere Personen stehen in Jenas Innenstadt und schauen in die Kamera.

Am Standort Johannisstraße geht die Pilotphase zur anonymisierten Passantenfrequenzmessung in die Auswertung. Im Bild: Bürgermeister Benjamin Koppe (ganz rechts) , Dorothea Prell (vorn links) und Heike Stötzner (vorn Mitte) mit weiteren beteiligten Partnern.


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