Stadt Jena informiert über Passantenfrequenzmessung

Rund 30 Interessierte kamen am Mittwoch, 11. Februar 2026, im Jena Digital Innovation Hub (JEDI) zusammen, um sich zur geplanten anonymisierten Erfassung von Passantenzahlen in der Innenstadt zu informieren und Fragen zu stellen.

Im Jena Digital Innovation Hub (JEDI) hat die Stadt Jena am 11. Februar 2026 in einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die geplante Passantenfrequenzmessung in der Innenstadt informiert. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über Hintergründe, Ziele und den Ablauf des Projekts zu informieren und mit dem Projektteam ins Gespräch zu kommen.

Bürgermeister Benjamin Koppe eröffnete die Veranstaltung und ordnete das Vorhaben stadtentwicklungspolitisch ein. Er betonte, dass verlässliche Besucherzahlen ein wichtiges Werkzeug für fundierte Entscheidungen zur Innenstadtentwicklung sind. Klassische Vitalitätsindikatoren wie Einzelhandelsumsatz oder Kaufkraftbindung seien heute nur noch begrenzt aussagekräftig. Eine digitale Erfassung könne dabei helfen, Nutzungsmuster in der Innenstadt sowie die Wirkung einzelner Maßnahmen – etwa Veranstaltungen oder Baumaßnahmen – anonym und nachvollziehbar zu bewerten.

Anschließend stellten die Expertinnen und Experten des Projektteams sowie des Fraunhofer IOSB-INA das Vorhaben im Detail vor. Themen waren unter anderem die technische Umsetzung der anonymisierten Erfassung und die geplante Nutzung der gewonnenen Daten für Planung und Entwicklung der Innenstadt.

Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem städtischen Fachdienst Stadtentwicklung, der Wirtschaftsförderung Jena und dem Handlungsfeld „Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr“ des Smart-City-Projekts. Kooperationspartner sind zudem die Eigenbetriebe JenaKultur und Kommunalservice Jena sowie die Initiative Innenstadt Jena e. V. Einen weiteren Einblick gab die Vorstellung eines Praxisbeispiels aus der Stadt Mühlhausen („Mühlhausen-Cube“).

In der anschließenden Diskussionsrunde standen vor allem Fragen zur Art der Datenerfassung im Mittelpunkt – etwa, ob neben Passantinnen und Passanten auch andere Objekte erfasst werden. Ein weiterer Schwerpunkt war der Datenschutz, unter anderem im Zusammenhang mit möglichen Verfahren wie WLAN-Tracking. Das Projektteam machte deutlich, dass der Schutz personenbezogener Daten oberste Priorität hat und ausschließlich datenschutzkonforme, anonymisierte Verfahren zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus wurden Fragen zur Verstetigung der Maßnahme, möglichen Betreibermodellen nach Ende der Projektlaufzeit sowie zu einem möglichen Rollout in weitere Stadtteile diskutiert.

Die Stadt Jena bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Expertinnen und Experten für die aktive Beteiligung und den konstruktiven Austausch. Die Veranstaltung hat gezeigt, wie wichtig Transparenz, Information und eine frühzeitige Einbindung der Bürgerschaft für das Gelingen solcher Maßnahmen sind.